Im Jahr 2001 war ich
32 Jahre, frisch verheiratet und mit unserem Wunschkind schwanger. 14 Tage
vor dem Geburtstermin im August tastete ich in der rechten Brust eine
Veränderung. Die Brustkrebsdiagnose wurde im Januar 2002 gestellt.
Nach
dem Abstillen folgte die Chemotherapie. Der Tumor hat sich darunter
komplett aufgelöst. Dann wurde ich brusterhaltend operiert mit einer
beidseitigen Brustverkleinerung. Es wurden mir mit der konventionellen
Methode 9 Lymphknoten entfernt, die tumorfrei waren und dann folgte noch
die Bestrahlung. Aufgrund
der Tumorbiologie gab es keine weiteren Behandlungsoptionen. Im Dezember
2006 war ein Eierstock auffällig. Nach sorgfältiger Überlegung und
Information wurden die Eierstöcke entfernt. Tumorzellen wurden keine
gefunden.
Das chronische Lymphödem habe ich seit Ende 2002, inzwischen
beidseits sowie am Brustkorb und in beiden Händen ausgeprägte
Sensibilität– und Kraftverluste. Meine Behandlung besteht aus regelmäßiger
Lymphdrainage (die Häufigkeit ist von dem Ödembefund abhängig), Übungen
(Atmen- und Entspannungsübungen) , Kraft- und Ausdauertraining sowie der
Kompressionsbestrumpfung.